Übersichtskarte

auf Eis gelegt...

Samstag, 14.04.2018

..ihr habt es sicherlich schon gemerkt, ich komme nicht so richtig dazu, hier regelmäßig etwas zu schreiben. Jedes Mal, wenn ich denke "oh cool, jetzt schreibe ich mal wieder meinen Blog", frustriert es mich auf's Neue. Heißt also, ich habe momentan echt überhaupt gar keine Lust mehr, und ich glaube das merkt man auch an meinen Berichten. :-( Es stresst mich total und Internet habe ich auch nicht viel, da ich hauptsächlich am Campen bin. 

Mir geht es gut, und ich bin mit ein paar anderen Leuten derzeit unterwegs. Es wird langsam Herbst und das Campen wird immer frischer. Daher werde ich mir wohl bald mal einen Ort suchen, an dem ich länger bleiben kann, und wo ich mir dann einen Job suche und auch ein Zimmer. Lange kann ich nämlich nicht mehr im Auto schlafen.

Leider regnet es derzeit auch ziemlich viel, und daher werden die Unternehmungen auch immer unspektakulärer, bzw. man muss sich genau überlegen, was nun am meisten Sinn macht, und auch trotzdem schön ist. 

Ich melde mich hiermit erstmal ab - und gucke mal wie es weitergeht, und wann ich malwieder schreibe. Aber momentan fühle ich mich einfach nicht danach. Außerdem geht es mir auch ziemlich auf den Senkel vor den Medien zu hängen.. Man hängt ohnehin schon etwas davor, um rauszusuchen, was man so in der Gegend machen möchte, und wenn man die Bilder auf den Laptop zieht und sortiert, und dann wollte ich schon ewig mal nach Jobs online gucken, was ich auch noch nicht gemacht habe. Hmpf. 

Anyway, ich hoffe ihr seid alle wohlauf und der Frühling scheint nun ja angekommen zu sein. :-) Hier ist es nun der Herbst, der sich langsam, aber sicher breit macht. 

Allerliebste Grüße,

Jana xoxo

Kleiner Abstecher nach Raglan & Hamilton

Sonntag, 18.03.2018

Nachdem Julia und ich den Norden abgeklappert haben, sind wir etwas südlich von Auckland nach Hamilton und Raglan gefahren. In Hamilton war nicht so viel zu holen, außer ein wunderschöner botanischer Garten. Der hatte so viele verschiedene Themen und war echt wie so ein kleines Labyrinth aufgebaut. Wir hatten total Spaß und fanden es super interessant. So gab es z.B. einen Japanischen Garten, einen Kräutergarten, einen Englischen Garten, einen Indischen Garten usw. Es war kreisförmig ausgerichtet, und man konnte so eine Runde drehen und von Tor zu Tor in die verschiedenen Gärten gehen. Da konnte man ewig Zeit verbringen. Anschließend haben wir dann eine Yoga Session neben dem Parkplatz auf der großen Wiese gemacht und dann war es schon so gegen 19 Uhr oder so, und wir haben beschlossen, direkt dort unser Abendbrot aufzuwärmen (hatten noch Überreste vom Vortag - von dem großen Pott Curry den ich so schön am Piha Beach gebräut habe). Danach kam dann der Security Mann herum und uns kam spontan in den Sinn, ihn zu fragen, ob es in Ordnung wäre, wenn wir auf dem Parkplatz schlafen würden. Er meinte, es wird nicht gern gesehen, aber wir sollen es mal ruhig machen und er hat nichts gesehen. So nett die Leute hier :-) Wow :D Also haben wir uns dann einen lichtarmen Parkplatz dort gesucht, und haben auf dem Parkplatz geschlafen. Lustig, oder :-) 

Botanic Garden FunHamilton Botanic Garden

Am nächsten Tag sind wir nach Raglan gefahren - eine weitere Surferstadt. Der Vibe in der Stadt ist super cool, sehr entspannt und es gibt viele kleine, süße Cafés und Läden zum stöbern. Viele fahren dort zum Surfen hin. Wir haben uns die Stadt, bzw. das Dort angeschaut, sind durch die Straßen geschlendert, haben ein Café besucht, und haben eine riesige Portion Fish & Chips gegessen, direkt am Wasser. Eine wirklich schöne Stadt, aber für mich war es auch okay, nach dem Tag wieder zu gehen. Viele Backpacker wollen dort länger bleiben, entweder um zu surfen, oder zu arbeiten - oder auch beides. Aber ich glaube ich finde noch eine "passendere" Stadt für mich. :-) 

Raglan Seafront Raglan Raglan Bridge    Solscape / Raglan

 

 Am nächsten Tag sind wir zu einem lokalen Event gefahren - einer Kanu Regatta. Wir wussten nicht so richtig, was wir uns darunter vorstellen sollten, aber es war so ein schöner Tag. Es waren fast keine Touristen dort, da es in einem kleinen Örtchen stattfand, und auch nicht viel Werbung dafür gemacht wurde. Für uns ging es letzten Endes gar nicht so um das Wettrennen, sondern eher um das Bühnenprogramm und das "drumherum". Für die Maori ist es ein besonderer Tag, der einmal im Jahr gefeiert wird. Auf der Seite wird das Ganze Spektakel noch etwas genauer beschrieben:

http://www.hamiltonwaikato.com/events/turangawaewae-annual-regatta/

Der traditionelle Haka Dance wurde von vielen Gruppen performt, außerdem wurde gesungen und getanzt auf der Bühne. Gesungen wurde hauptsächlich in der Maori Sprache und es war einfach sehr beeindruckend, auch wenn wir leider nichts von den Texten verstanden haben.

Was außerdem ziemlich spektakulär war, war das Saluting der Boote. Die verzierten Kanus sind eine Runde hoch und runter gefahren, und haben dabei im Takt gerudert und gesungen. Das war ziemlich cool anzuschauen.. Habe auch Videos davon, allerdings kann ich die hier leider glaube ich nicht hochladen.  

 

Regatta Kanoue Regatta Saluting Regatta Maori Singing

Northtripping mit Julia :-)

Donnerstag, 15.03.2018

Soooo meine Lieben, ihr habt vielleicht schon die Bilder gesehen von Julia's und meinem Roadtrip in den Norden - nun kommen hier noch ein paar Worte. 

Julia - aus Berlin ursprünglich - habe ich im KP (Yoga Retreat Center) kennengelernt und wir haben dann entschieden, zusammen ein paar Wochen reisen zu gehen. Wir wollten ganz hoch in den Norden zum nördlichsten Punkt Neuseelands - Cape Reinga. Die Region nördlich von Auckland nennt man Northland. 

Julia und ich :)

Anfang März haben wir uns also auf den Weg gemacht, ohne große Pläne. Wir wollten spontan gucken, wo es uns hintreibt. Julia hatte ihren Lonley Planet Reiseführer an der Seite, und daher waren wir stets gut beraten. Am ersten Tag sind wir ziemlich weit hochgefahren, und haben einiges ausgelassen, was wir dann auf dem Rückweg abklappern wollten, da zwei Mädels und dann spontan auch noch ein Gentleman aus KP in Russell waren. Daher haben wir uns dort am ersten Abend alle getroffen. Die Mädels sind abends schon weiter, und Freddie aus England ist dann mit uns noch ein paar Tage weitergereist. 

Russell Russell

Russell- Viewpoint

Wir haben morgens unser Tagesziel abgestimmt und spontan geguckt, worauf wir Lust haben. Man kann theoretisch die ganze Küstenlinie abklappern, da jedes noch so kleine Örtchen einfach super schön ist. Im Northland gibt es super viele Strände, schöne Küsten und Buchten, und man kann gut surfen und viele Wanderungen machen. Wir haben überwiegend die schönen Landschaften auf uns wirken lassen, ein paar kleine Wanderungen, bzw. Spaziergänge gemacht, die Strände genossen und sind eigentlich jeden Tag weitergereist. 

Das Leben in meinem "kleinen" Auto zu zweit war herausfordernd, aber durchaus machbar. Zu zweit ist das Auto dann doch manchmal etwas eng, besonders wenn jeder noch einen dicken Backpack dabei hat. Zusätzlich habe ich noch eine Kiste mit Essen und eine Kiste mit Geschirr und Co. an Bord. Zwei Campingstühle, zwei Wasserkanister (da man nicht überall Zugang zu frischem Wasser hat), einen Gaskocher, und und und. Es läppert sich, und man sammelt doch so einiges an. Man kann es fast schon Luxuscampen nennen. Pahahaha ;-D Mit einer Schaumstoffmatratze (ca. 5 cm dick) auf ca. 1,20m Breite zu zweit. Naja. Vielleicht doch nicht so luxeriös wie andere unterwegs sind. Man sieht hier super viele Campervans und auch sowas wie geräumigere Autos, die hinten ausgebaut sind mit Bett und Co. Die haben dann Stauraum unter'm Bett - auch nicht schlecht. Denn wir mussten jeden Tag umräumen. Nachts die Backpacks und Co. auf die Vordersitze, Matratze ausklappen, Betten machen, Laken vor die Fenster hängen als Vorhänge, und morgens das Ganze wieder rückwärts. Die erste Nacht war grauenvoll sage ich euch. Warm, stickig, eng,... Ich habe gar nicht gut geschlafen und dachte, shit, wie soll ich das denn 2 Wochen überleben. Aber nach ein paar Tagen ging es. Wir haben uns auch an das Packen gewöhnt und jeder hatte so seine Routine. 

Auto packen So sieht's verpackt aus

Nun, am nächsten Tag haben wir uns ein bisschen in Russell umgeguckt, sind in das nächste Örtchen namens Paihia gefahren und weiter ins Landesinnere nach Kerikeri. Dort sind wir einen netten Walk zu den Rainbow Falls gegangen, durch den Dschungel und durch einen schönen Park. Am Abend haben wir uns dann mit Freddie wieder am Campingplatz getroffen, direkt an einem Nationalpark. Es war mitten zwischen den Bäumen und direkt in der Natur. Um uns herum liefen die Hühner, keine Ahnung wo die herkamen, da dort nicht einmal eine Rezeption oder Ähnliches war. An manchen Canpgrounds gibt es einfach Boxen, wo man das Geld reinschmeißt und ein kleines Formular ausfüllt. 

Rainbow Falls Campground am Nationalpark

Am nächsten Morgen haben wir direkt dort eine Wanderung gemacht. Es gingen viele Tracks von dem Campingplatz los, so auch ganze Tagesausflüge oder sogar mehrere Tage. Wir wollten nur eine kleine Runde drehen, haben dann aber die Karte irgendwie misverstanden, und sind dann doch etwas länger unterwegs gewesen. Es war aber super schön und wir waren ganz alleine. Bevor man in so einen Wald hineingeht, muss man sich immer die Schuhe abputzen, um die Kauri Bäume zu schützen. Das sind ganz alte, besondere Bäume hier in Neuseeland, die sehr empfindlich sind und von einer Krankheit betroffen sind und leider nach und nach absterben. Um dies zu vermeiden, putzt man sich die Schuhe - es sind wirklich überall diese Putzeinrichtungen am Eingang von den Walks. 

welcome to the jungle

Nach dem Walk waren wir alle ziemlich erschöpft und haben erstmal eine kleine Pause gemacht. Dann sind wir weitergefahren, haben die nächsten paar Buchten und Strände abgeklapptert, und haben dann abends den schönsten Campingplatz ever gefunden. - Achso, es gibt hier so eine App auf dem Handy, wo man die Campingplätze um einen herum abchecken kann und auch sehen kann, was für eine Ausstattung die haben und wie teuer die sind. Hach, was wären wir nur ohne die Technik ;-) Jedenfalls haben wir dann diesen Campspot gesehen, der sogar kostenlos ist. Direkt am Strand, es gibt zwar nur eine Toilette, die zum Strand gehört und von unserem Platz locker 10 Minuten zu Fuß entfernt war, aber das war uns alles recht. Theoretisch war der Platz auch nur für sogenannte "self-contained" Fahrzeuge. D.h. man muss eine Scheißbox an Bord haben. Diese Fahrzeuge haben dann hinten einen Kleber drauf und sind sogar zertifiziert. Haben wir natürlich nicht, aber Freddie hatte das, von daher dachten wir, es wäre schon ok. Hat auch keiner was gesagt, aber streng genommen wäre das nicht erlaubt. (Habe vor einer Woche ca. eine Strafe bekommen, aber dazu komme ich nochmal in einem anderen Artikel...vielleicht...hahaha) Anyways, dieser Platz war einfach traumhaft! Das war mein allerliebster Lieblingsplatz auf der ganzen Reise bisher!

dancing queen  Campspot am Strand

Tokerau Beach

Am nächsten Tag ging es dann nach einem netten Spaziergang in den Dünen weiter - ganz in den Norden! Wir haben uns wieder einen schönen Campingplatz rausgesucht am Spirits Bay. Dort war es auch wirklich sehr schön, es war direkt in einer Bucht, und hinter dem Hügel war der Strand. Herrlich! :-)

Spirits Bay

road to the north curvey roads 

Am nächsten Morgen hatte Julia Geburtstag und wir haben uns ein nettes Frühstück gemacht und uns dann auf den Weg zum Cape Reinga gemacht. Dort war es ziemlich touristisch zur Abwechslung, aber es hielt sich trotzdem noch sehr in Grenzen. Ist ja nicht mehr Hauptsaison :-) 

Cape Reinga - coastal walkCape Reinga - Wegweiser 

Cape Reinga 

Am Cape Reinga sind wir einen schönen Küstenweg entlang gegangen und hatten einen super Blick auf die gesamte Bucht. In der Ferne konnte man sogar schon die großen Sanddünen sehen, was für eine schöne Farbenpracht. Am Nachmittag sind wir dann zu den Dünen gefahren. Dort kann man sich Bodyboards ausleihen und die Dünen runter düsen. Wir sind einfach nur zu Fuß entlang gestapft - wow. Ich habe mich gefühlt wie in der Wüste. Zur einen Seite konnten wir allerdings noch Grünland sehen, und zur anderen Seite das Meer. Eine umwerfende Aussicht. Hier habe ich ein paar Panorama Fots für euch, die annähernd die Schönheit wiederspiegeln. 

Te Paki Dunes

Dunes

Julia in the dunes

Um das Ganze hier nun nicht zu sehr auszuführen, kürze ich mal ein wenig ab. Es hat sich natürlich auch viel wiederholt - viele Strände, kleine, einsame Dörfchen etc... 

Ein weiteres Highlight war auf jeden Fall noch der Kauri Forest an der Westküste auf dem Rückweg. Wie schon erwähnt, sind die Kauri Bäume sehr alte Ureinwohner Neuseelands. In dem Kauri Forest kann man einen riesen Baum, den "Tane Mahuta", einen um die 2000 Jahre alten Kauri Baum, bestaunen. Außerdem haben wir noch einen netten Walk durch den Wald gemacht. Es gibt dort natürlich nicht nur Kauri Bäume, sondern auch jegliche andere Vegetation zu bestaunen und zu genießen. 

Tane Mahuta Kauri Forest

Sogar das Kauri Museum haben wir einen anderen Tag noch besucht; allerdings fand ich das nicht so toll. Ich bin nicht so der Museumstyp und habe auch die ganzen Zusammenhänge gar nicht verstanden. Vielleicht bin ich auch schon zu lange am Reisen, dass mein Hirn unterfordert ist, und ich verblöde? hmm. Ich will es mal nicht hoffen. ;-)

Ein weiterer netter Stopp war in Mangawhai, wo wir am Nachmittag einen Beachwalk gemacht haben, und da immernoch nicht wussten, wo wir abends schlafen würden. Dann haben wir auf der Campermate App noch einen Free Campspot gefunden, noch eine ganze Weile südlich und haben uns kurzerhand entschlossen, da noch runterzufahren. 

Mangawhai Beach Mangawhai

Von dort aus ging es weiter, wieder rüber an die Westküste, nach Piha. Ein sehr beliebter Ort und Strand für Surfer. Die Wellen dort sind ziemlich stark, aber auch gefährlich. Wir wollten zwar nicht surfen, aber es ist wunderschön dort. Wir haben dann, da der Campingplatz leider voll war, direkt auf dem Parkplatz vor dem Strand gecampt. Dort waren schon ein paar andere Campervans und wir haben die gefragt, ob die schon Erfahrungen gemacht haben. Der eine meinte, er wäre da schon einige Nächte, und der Council hat gesagt, es wäre okay. Abends saßen wir dann alle zusammen - es sind noch ein paar mehr Leute gekommen - und dann kam einer vorbei, der uns etwas beschimpft hat, und meinte, wir sollen gehen. Aber wir haben ihn nicht so ernst genommen, wir wurden schon von den Anwohnern gewarnt, dass da so ein Typ ist, der immer alle anmotzt. Außerdem sind die Straßen nach Piha suuuuuuper kurvig, bergig, und im dunkeln entsprechend gefährlich zu fahren. Es ist so schon eine echte Herausforderung, aber im Dunkeln hätte ich mich da nicht mehr ins Auto gesetzt. 

Piha Beach  Curry in the making - PihaPiha Panorama

 

Hier folgen noch ein paar zusammen gewürfelte Fotos :-) Enjoy!

Shakespeare Regional ParkShakespeare Park 

Mangawhai BeachWolken Spiegel 

another nice campsiteCampsite with a view Picknick am Strand / Straßenrand  Russell morning walk Shakespeare Park

Kawai PuraPura - meine Zeit im Yoga Retreat Center

Samstag, 03.03.2018

Wow. Es fällt mir wirklich nicht leicht, über meine Zeit im Yoga Retreat Center "Kawai Purapura" (kurz KP) zu berichten. Es ist so viel passiert und ich weiß auch gar nicht, wo ich anfangen soll. Vieles kann man auch nicht beschreiben, man muss es einfach erlebt haben.

Nun, auf jeden Fall ist es ein kleines eigenes Dorf regelrecht, wo ich für einige Wochen als "volunteer" - sprich als Freiwilliger - gearbeitet habe, und dafür die Unterkunft gestellt bekommen habe. Die Unterkünfte waren sehr simpel, einige von uns haben in Mehrbettzimmern geschlafen, andere in alten Wohnwagen oder kleinen "Cabins", die man sich wie einen kleinen Holzschuppen vorstellen kann. Nichts besonderes also, aber es ging eher um das Ambiente. 

 

Morgens um 7 Uhr war unter der Woche jeden Tag Yoga, an dem wir kostenlos teilnehmen durften. Außerdem ist das Gelände wunderschön und einigartig. Es gibt ein Schwimmbecken, wo man seine Bahnen ziehen kann, ein riesiges Feld, umgeben vom Wald. Am späten Abend kann man in dem Wald Glühwürmchen bestaunen. Der Ort ist einfach magisch. Es gibt auch kleine Häuschen zu mieten, d.h. es gibt auch ca. 90 Anwohner auf dem Gelände. Zudem waren wir zu meiner Zeit meistens so um die 40 volunteers. Unsere Aufgaben waren unterschiedlich - putzen, das Gelände in Schuss halten, Gartenarbeit, die Zimmer für die Gäste putzen - also Housekeeping quasi, in der Küche beim Catering helfen, und und und. Es hat meistens Spaß gemacht und man hat dadurch die ganzen Volunteers etwas besser kennengelernt. Es war allgemein eine super tolle Gemeinschaft und ich habe so viele tolle, junge Leute kennengelernt. Es waren viele verschiedene Nationen vertreten, aber auch seeeeeeehr viele Deutsche. Bestimmt die Hälfte. ;-D 

Als ich dann angekommen bin, habe ich erfahren, dass ein paar Wochen später dort das internationale Yoga Festival stattfinden würde. Das war natürlich ein sehr gutes Timing ;-) Während des Festivals mussten wir etwas mehr arbeiten, haben aber dafür das Festival Ticket bekommen und zusätzlich Frühstück und Abendessen. In unserer Freizeit konnten wir dann die sätmlichen Workshops besuchen. Es ging viel um Yoga, Spiritualität und Co., aber am Abend waren dann auch DJs da und es wurde ordentlich getanzt in dem Hauptzelt. Es war ein wirklich schönes Wochenende. 

 

Nach ca. 3,5 Wochen in KP bin ich dann mit einer anderen Deutschen, die ich dort kennengelernt habe, in den Norden bis zum Cape Reinga - dem nördlichsten Punkt von Neuseeland - hochgefahren. Dazu schreibe ich einen gesonderten Artikel. :-) 

Nach zwei Wochen auf der Straße bin ich dann wieder zurück nach KP gefahren, da dort ein weiteres Festival bevorstand. Ich wollte gerne wieder zurück, wegen der guten Community und viele der Volunteers, die ich während meines ersten Aufenthaltes dort kennengelernt habe, wollten wiederkommen. 

Dieses Festival nennt sich "Voices of Sacred Earth" und ging viel um Spiritualität und die Natur und Umwelt, und unsere Verbundenheit zu Mutter Erde. Ich wusste gar nicht, was ich mir darunter vorstellen sollte, aber war sehr neugierig. 

Mir hat das Festival sogar noch ein bisschen besser gefallen, als das Yoga Festival, würde ich sagen. Und auch meine Arbeit war cool - ich habe jeden Tag von 12:30-18:30 Uhr im Café von KP gearbeitet und habe Smoothies und Säfte gemixt. So kam man auch viel mit den Gästen in den Kontakt und unser Team war auch super cool. Die Workshops waren sehr abgespaced und die Leute waren wirklich alle hoch spirituell. Es fiel mir manchmal schwer, alles zu verstehen, aber es war wirklich spannend. Außerdem haben wir ein bisschen der neuseeländischen Kultur kennengelernt. Das Festival wurde mir einer Zeremonie eröffnet und geschlossen, was sehr spannend war. 

Diesmal bin ich 1,5 Wochen dort geblieben. Es ist wie eine große Blase - sobald man einmal dort ist, wird man aufgesogen und es ist super schwer, den Ort wieder zu verlassen. Es ist so schön und man baut viele Verbindungen auf. Zu den anderen Leuten, zu der Routine, zu dem Ort an sich, zu der Natur, zu seinem Leben. Man hat viele Freiheiten, kann viel machen, und es ist eigentlich immer etwas los. Die Volunteers sind sehr vielfältig und kreativ, viele machen Musik, einige bieten Wirkshops and, von African Dance über Capoeira, bis hin zu Meditationen und Weiterentwicklungsworkshops. Es wird wirklich nie langweilig, und man kommt eigentlich zu nichts. Das ist auch der Grund, warum ich den Blog ziemlich vernachlässigt habe (leider). Aber es war auch mal gut, sich einfach darauf einzulassen, und dort zu sein. Was mich allerdings auch sehr angestrengt hat, dass man eigentlich nie alleine war. Wir hatten dort eine Lounge mit offener Küche, und da war immer Halli Galli. Könnt ihr euch ja vorstellen, mit so vielen Freiwilligen... Da musste man schon tief in den Wald gehen, um sich mal zurück zu ziehen. 

 

Außerdem hat sich jeder glaube ich auch wirklich entfaltet und weiterentwickelt, was ziemlich cool war. Jeder konnte einfach sein, wie er ist, und wurde akzeptiert. Es war eine sehr bunte Gruppe, aber es hat trotzdem super gepasst und jeder wurde respektiert. 

Eine wirklich schöne und prägsame Zeit, und ich kann hier gar nicht beschreiben, wie es gewesen ist. Ein sehr spiritueller Ort, ein emotionaler Ort, viele junge Leute, die alle sehr bedacht leben und wirklich interessante Persönlichkeiten, die schon viel erlebt haben. Meine Generation ist doch nicht so verkorkst, wie ich dachte, und ich bin so dankbar, diesen Ort kennenlernen zu dürfen. Wir haben alle gemeinsam viel gelernt und erlebt, und das möchte ich nicht missen.

Ich bin mir sehr sicher, dass ich dort noch mal zurückkehren werden. Vielleicht sogar schon Ende April, da dort ein weiteres Festival stattfinden wird. Ich habe mich schon als Volunteer beworben, direkt bei den Veranstaltern - diesmal wird es nämlich von externen Veranstaltern organisiert. Also wenn das klappt, bin ich Ende April nochmal eine Weile dort. Ich genieße es, mich einfach etwas treiben zu lassen, und zu sehen, was passiert. :-) Das ist eine Sache, die ich dort wirklich gelernt habe in KP, und immernoch versuche, mehr zu verinnerlichen: einfach nicht alles im Voraus zu planen, sondern mit dem flow zu gehen. Es wird schon alles passen. Und wenn Plan A nicht funktioniert, dann gibt es mindestens noch einen Plan B oder auch C oder D. Nichts ist perfekt und nichts ist für immer. Also à la Bob Marley "Don't worry, be happy" and "every little thing is gonna be alright". - WOW das glaubt ihr jetzt gerade nicht !!!!!! Ich sitze in einem Café und genau in diesem Moment fängt das Lied an zu spielen. Ahahahahaha, als hätte ich es herbei gerufen. WOW :D 

Wenn man sich der Welt öffnet, öffnet sich einem die Welt. <3 

Couchsurfing in Auckland

Samstag, 03.02.2018

Die letzten Tage habe ich bei einem Couchsurfer in Auckland verbracht. Jetzt bin ich allerdings ziemlich weit außerhalb von der Stadt. Das ist aber in Ordnung, da ich eh erstmal klarkommen muss und mich wieder an das "westliche" Leben gewöhnen muss. Das Wetter war nun die letzten Tage auch nicht so super und es hat viel geregnet und gestürmt. Daher habe ich es ruhig angehen lassen. 

Es gibt ja auch einige organisatorische Dinge zu erledigen, wie z.B. ein Bankkonto eröffnen, eine Steuernummer beantragen, mir eine neuseeländische SIM Karte besorgen, mich nach einem Job umgucken, und überlegen, wie es weitergehen soll etc. etc. 

Es ist alles spürbar teurer hier, daher kann ich nicht wie in Asien einfach vor mich herreisen, wie ich gerade lustig bin. 

Nächste Woche werde ich dann wohl ein Auto von einer Bekannten kaufen, und dann werde ich für mindestens 3 Wochen in ein Yoga Retreat Center gehen, wo ich freiwillig einige Stunden arbeten kann, und dafür dort wohne. Von dort aus werde ich auch sicherlich einige Ausflüge machen können, und werde bestimmt coole Leute kennenlernen. :-) Außerdem freue ich mich super doll auf Yoga und malwieder regelmäßig was für meinen Körper zu tun. Das wird sicher sehr gut tun und von dort aus werde ich sehen, wie es weitergeht. Das Center ist etwas nördlich von Auckland, aber nur so 20 Minuten glaube ich. 

Ich werde euch auf dem Laufenden halten und bin selbst auch sehr gespannt wie es weitergeht. Momentan hänge ich noch in einer anderen Zeitzone. Ich bin immer ziemlich lange wach und schlafe lange. - Von KL waren ein 5 Stunden Unterschied, von Thailand und Co. 6 Stunden...Aber das wird schon werden. :-) 

Gestern Abend war ich mit meinen lieben Gastgebern bei einem kleine Konzert bzw. in einer Bar. Mein Gastgeber hat dort auch gespielt und es war echt ein lustiger Abend. Wir waren auch nur bis 12 unterwegs, aber es war cool, malwieder on tour zu sein. 

Morgen Abend bin ich dann wieder mit den beiden deutschen Mädels verabredet und wenn das Wetter mitspielt, hat mein Gastgeber wieder einen kleinen Auftritt am Strand in Auckland. Leider soll es morgen ziemlich schlecht werden, also mal schauen. Vielleicht wird es dann wieder ein fauler Tag. Oh ohhhh ;-) Davon hatte ich echt viele in letzer Zeit... Hahaha 

Naja spätestens wenn ich in dem Yoga Retreat Center bin, wird es wieder anders werden. 

Euch alles Liebe und ein schönes Wochenende ! 

 

Love & hugs!

Jana

Neuseeland at last :-) / Auckland

Dienstag, 30.01.2018

Wuhuuuuu, am 29. Januar 2018 am späten Abend bin ich dann endlich in Auckland angekommen. 

Wir sind um 19 Uhr gelandet, aber es hat alles ziemlich lange gedauert, bis ich dann schließlich durch die Immigration durch war etc. Hier in NZ ist es ziemlich streng, was man einführen darf, daher kontrollieren sie da ziemlich genau. Und die Schlange war auch recht lang. 

Naja gegen 23 Uhr oder so war ich dann bei meinem Hostel und hatte am nächsten Tag schon direkt eine Verabredung. Zwei Mädels aus meiner damaligen Fussballmannschaft aus Itzehoe - von vor 10 Jahren oder so - sind nämlich auch schon seit einer ganzen Weile in Neuseeland und die beiden sind derzeit zufälligerweise auch in Auckland. Daher hatten wie für Dienstag ein Date und haben einen Tagesausflug auf die Rangitoto Insel gemacht. 

Daher bin ich um 7 Uhr schonwieder aufgestanden, um die beiden zu treffen und zeitig die Fähre auf die Insel zu nehmen. Auf Rangitoto kann man lediglich wandern und die schöne Natur genießen. Es ist ziemlich hügelig und wir sind zuallererst natürlich auf den "Aussichtspunkt" gewandert. Von dort hatte man auch einen super Blick auf die Skyline von Auckland. 

Wir sind dann ca. 4 Stunden auf der Insel umher gewandert und bevor wir die letzte Fähre zurück auf's Festland genommen haben, sind wir noch einmal schnell ins Wasser gesprungen. Es war nämlich super heiß den Tag - wir hatten bestimmt 30 Grad und nur pralle Sonne. Die Sonne hier ist auch um einiges stärker als in SE Asia durch das Ozonloch. Daher haben wir uns immer wieder eingecremt. In Asien habe ich mich fast gar nicht mehr eingecremt. Ich bin zwar immernoch super blass, aber meine Haut hat sich wohl dran gewöhnt und ich habe natürlich auch aufgepasst, dass ich nicht ständig in der prallen Sonne bin. 

Back to NZ - es war ein super schöner erster Tag in Auckland und es war total cool die beiden nach so einer langen Zeit wiederzusehen. Abends bin ich dann alleine noch ein wenig in der City von Auckland umher spaziert und habe mich umgeschaut. Wir hatten zwar auf der Insel schon locker 15 km abgerissen, aber ein bisschen was ging da noch. 

Als ich mich dann abends in ein Lokal gesetzt habe, um noch eine Kleinigkeit zu essen, habe ich witzigerweise noch eine Französin kennengelernt, die hier auch gerade work & travel macht. Echt lustig, sowas würde in Deutschland auch nicht passieren, oder?! 

Kuala Lumpur und die Hitze

Samstag, 27.01.2018

Wie dankbar wir doch sein können, einen Reisepass zu haben, bzw. diesen ohne Probleme beantragen zu können. Wir Deutschen können hiermit so ziemlich die ganze Welt bereisen. Es gibt so viele Nationalitäten, die entweder gar keinen Pass haben, oder viele, die einen haben, aber in einigen Ländern trotzdem Schwierigkeiten haben, ein Visum zu bekommen. 

Dies wird mir auf meiner Reise immer bewusster, und ich bin so dankbar, die Möglichkeit zu haben, zu reisen und die Freiheit habe, entscheiden zu können, wo ich hinfliegen möchte. 

In Südostasien ist es nicht üblich, einen Reisepass zu besitzen. Viele waren nicht einmal außerhalb ihrer Stadt. Könnt ihr euch das vorstellen? Ganz schön krass. Aber sie können es sich einfach nicht leisten, einen Pass zu beantragen, geschweige denn, das Land zu verlassen. 

Das wollte ich mal eben loswerden, als kleinen Einstieg. :-) 

Auf dem Foto seht ihr Malaysische Ringgit. 1 Euro sind ca. 5 Ringgit.  

Noch eine Sache, die ich wirklich sehr zu schätzen weiß: Ich habe eine Kreditkarte und kann einfach so in jedem beliebigen Land zum Geldautomaten gehen, und mir Geld ziehen. Ich meine, wie geil ist das denn bitte! - Natürlich nur solange mein Konto gedeckt ist, versteht sich. :D 

Gut, nun wirklich zu Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias. Ich war eine Woche dort, und das war definitiv ganz schön lange für die Stadt. Ich habe aber nach den günstigsten Flügen geguckt, und mich danach gerichtet. 

Ich war also 6 Nächte in einem super coolen "Hostel", welches sich in einem Skyscraper im 27. Stock befindet. Es sind 3 Hochhäuse mit jeweils über 30 Stockwerken, und in einem dieser Häuser gibt es einen Infinity Pool auf der Dachterasse. Mein Ausblick aus dem Zimmer war auch ziemlich cool, und ich konnte die Stadt überblicken und die bekannten Petronas Towers sehen. 

Die ersten beiden Tage habe ich versucht, die Stadt ein wenig zu erkunden und mich mit der Metro auf den Weg zu machen. Zu Fuß in der Stadt geht kaum jemand. Es gibt auch irgendwie kein richtiges Zentrum, es gibt ganz viele Viertel. Ich bin also verloren umher gewandert und habe mir ein paar Dinge angeschaut, wie zum Beispiel eine Moschee - wovon es logischerweise ziemlich viele in KL gibt, da das Land muslimisch ist. 

Abends war bei der Moschee irgendwie eine Lichter- und Wasserdampf "Show" oder sowas, keine Ahnung, aber es sah auf jeden Fall ziemlich cool aus. 

Außerdem war ich in einem Park, dem KLCC Park, von dem man einen guten Ausblick auf die Petronas Towers hat. Der Park ist sehr grün und tropisch, und es gibt sogar eine kleine Badestelle für Kinder. 

Allgemein ist es nämlich in KL sowas von heiß und feucht, sodass man eigentlich nur rausgehen braucht, und man schwitzt direkt. Es war auch super drückend, und es hat auch fast täglich geregnet. Das war schon echt eine anstrengende Hitze, schlimmer als in Thailand, Laos und Kambodscha. Ist ja auch etwas weiter südlich und dichter am Äquator. Logisch also. ;-)

 Petronas Towers

 

Das hier ist die Aussicht von der Dachterasse meines Hostels beim Pool. Es war meistens allerdings ziemlich voll dort oben und alle haben ein Fotoshooting gemacht. Aber ein paar Mal bin ich auch ins Wasser gesprungen und habe ein paar Bahnen gezogen. :-) 

Infinity Pool auf dem DachKL Skyline at night

 Ansonsten kann ich auch gar nicht so viel über die Stadt sagen, da es wirklich nicht allzu viel zu tun und zu sehen gibt. Ich war in den nächsten Tagen viel im Hostel und habe dort mit den anderen Leuten und auch den Mitarbeitern gechillt und wir hatten viel Spaß. :-) 

Es hat auch viel geregnet und man konnte es nicht wirklich vorhersehen. Ansonsten gibt es super viele riesige Shopping Malls in Kuala Lumpur, in denen man natürlich auch seine Zeit verbringen kann, aber das ist nicht so mein Ding. 

Hin und wieder bin ich dann natürlich auch mal rausgegangen und bin durch die Gegend spaziert. So war ich auch einen Nachmittag noch in einem riesigen botanischen Garten, welcher ganz schön war, aber dort war die Hitze noch geblltet und schlimmer. 

In der "Stadt" selbst gab es eigentlich nur super viele hohe Gebäude zu sehen, einige Moscheen, ein paar Museen, etc. Also mich hat die Stadt im Endeffekt nicht so umgehauen, es war allerdings eine Erfahrung wert und ich hatte auch immernoch eine gute Zeit mit den Leuten. 

Eigentlich wollte ich ja nur den Flug nach Neuseeland runterbrechen, und da dachte ich, kann ich auch noch ein paar Tage in KL verbringen. :-) 

 

It's been a while...

Mittwoch, 24.01.2018

Wow, es ist nun schon fast einen ganzen Monat her, seitdem ich das letzte Mal geschrieben habe! Die Zeit rennt so schnell, es ist unfassbar. 

Vom 27.12. (mein Geburtstag hihi) bis zum 09.01. hat mich mein Papa besucht und wir waren 2 Wochen zusammen in Kambodscha unterwegs. Dass ich während der Zeit nicht schreiben würde, war mir schon klar, aber danach wollte ich eigentlich wieder anfangen. 

Dann war ich aber irgendwie anderweitig busy und habe ohnehin schon viel Zeit am Laptop verbracht, da ich ja nun in ein paar Tagen nach Neuseeland fliegen werde. D.h. ich musste mein Visum beantragen, mich um Flüge kümmern usw. usf. 

Nun bin ich gerade in Kuala Lumpur und habe heute einen "Laptop & Bett - Tag", da ich dringend mal eine Pause von der feuchten Hitze brauche. 

Ich werde die letzten Wochen kurz zusammenfassen und immerhin das Wichtigste berichten, also scrollt bitte runter, da ich die Beiträge zurückdatieren werde! :-)

Liebe Grüße aus dem heißen Malaysia :D

Back to Bangkok.

Montag, 22.01.2018

Wo alles begann... 

Nach Pattaya war die Freude dann doch relativ groß, wieder an einen alt bekannten Ort zurückzukehren. 

Ich war ziemlich neugierig, wie es sein würde, zum zweiten Mal in Bangkok zu sein. Ich meine, die Stadt ist riesig und es gibt so viele verschiedene Ecken. Daher habe ich bei meinem ersten Besuch sicherlich nur einen Bruchteil gesehen. Allerdings hat mir Bangkok schon im Oktober 2017 sehr gut gefallen, und ich habe mich gefreut, dort noch ein paar Tage verbringen zu können. 

Diesmal habe ich ein anderes Hostel gebucht, welches etwas "zentraler" liegt, und das war eine super Entscheidung. Von dort aus konnte ich vieles zu Fuß erkunden. Außerdem habe ich dort zufälligerweise eine Französin wiedergetroffen, die ich schon aus Laos kannte. So ein Zufall, wir konnten es gar nicht fassen. Wir waren im Dezember zusammen auf den 4000 Inseln und für die fleißigen Leser unter euch - wir haben dort ja eine Fahrradtour mit vier Mädels gemacht auf die Nachbarinsel. Da war sie dabei. ;-) 

Wir haben dann in Bangkok also noch zwei Tage zusammen verbringen können. Am ersten Tag sind wir nachmittags ins "National Museum" gegangen, was uns nicht soooo super gefallen hat. Man hat den Hintergrund überhaupt nicht verstanden, und es war riesig. Danach sind wir einfach durch die Straßen gelaufen, haben uns treiben lassen, und unsere Erlebnisse aus den letzten Monaten berichtet. Sie war in der Zwischenzeit in Myanmar, während ich in Kambodscha war. Ist echt lustig, wen man alles so wiedertrifft. Die Welt ist doch echt ein Dorf, oder? ;-) 

Am nächsten Tag haben wir uns früh auf den Weg gemacht, um in einem super netten und leckeren, kleinen Restaurant zu frühstücken, wo wir am Vortag schon zu Abend gegessen hatten. Danach sind wir gestärkt losgezogen und hatten einiges auf der Agenda. Zuerst sind wir in die "China Town" in Bangkok gegangen, wo ebenfalls ein riesiger Markt war. Auf dem Weg haben wir uns noch einen Hindu Tempel angeschaut.

Dieser war logischerweise komplett anders, als all die buddhistischen Tempel, die wir gewohnt waren. Innen drin durfte man leider keine Fotos machen. Nachdem wir uns am Nachmittag auf der Fähre eine Pause gegönnt haben, und einfach für 15 Baht (nichtmal 0,50 €) mindestens eine Stunde den Fluss hinauf gefahren sind, sind wir dann später im indischen Viertel gelandet. Hier haben wir uns dann einen netten Ort zum Abendessen gesucht, und haben lecker indisch gegessen. Yummmmmiii

auf der Fähre / Boot

Den nächsten Tag hatte ich dann wieder für mich alleine, da sie weitergezogen ist. Ich bin früh aufgestanden, um mir zwei Tempel in der Nähe meines Hostels anzuschauen. Ich wollte gleich zur Öffnungszeit dort sein, um den Massenansturm, aber auch die Hitze zu vermeiden. Der erste Tempel war Wat Pho und ist ziemlich groß und bekannt in Bangkok. 

Wat Pho Wat Pho Wat Pho

Zu dem anderen Tempel, Wat Arun, musste ich den Fluss mit der Fähre überqueren. Auf dem Weg zur Fähre hat eine Lady "Kokosnusspfannkuchen" verkauft, die ich mir für 0,50 € mitgenommen habe, da ich mittlerweile echt Hunger hatte. Bin morgens ohne Frühstück losgetigert, da man auf dem Weg eigentlich immer irgendwo was findet. Die Kokosnusspfannkuchen hatte ich bisher nur einmal in Laos probiert, aber die sind echt genial. Sie werden in dieser Form gemacht wie Poffertjes auf dem Weihnachtsmarkt und sind daher sehr handlich. 

Wat Arun hat mich total beeindruckt. Was für ein schöner Tempel! Es gibt so viele Details und durch seine weiße Farbe scheint er in der Sonne und sieht einfach umwerfend aus. Er ist ziemlich alt und wurde damals als Königspalast genutzt. Witzigerweise dachte ich bei meinem ersten Besuch in Bangkok auch, dass dies der derzeitige Königspalast wäre. Gut, dass sich das dann nun auch aufgeklärt hat. Haha :-) Habe den Wat Arun nämlich bei meinem ersten Besuch auch schon auf meiner Fährfahrt passiert, da er direkt am Fluss steht. 

Wat Arun Wat Arun Blick auf den derzeitigen KönigspalastWat Arun

Wat ArunWat Arun

  Wat Arun Wat Arun

Wat ArunWat Arun

Dort habe ich eine sehr lange Zeit verbracht und habe mir alles ganz genau angeschaut und einfach genossen. Die Sonne kam immer höher, und der Tempel wurde wunderschön angestrahlt. Mit der Zeit wurde es leider aber auch super heiß, also bin ich dann irgendwann wieder auf die andere Seite des Flusses rüber, und wollte eine Pause im Schatten machen. Es war allerdings gar nicht so einfach, Schatten zu finden und die Sonne hat mir nur so auf den Kopf geballert. Das ist ganz schön anstrengend, kann ich euch sagen. War ja nicht so, dass der Vormittag nicht schon heiß genug war. Auch morgens um 7 oder 8 hat die gute Sonne schon echt viel Kraft und man schwitzt schon in der Früh. 

Am letzten Abend habe ich mir dann nochmal eine Massage gegönnt, und die tat so gut, dass ich am liebsten direkt noch eine wollte. Es tat zwar echt ganz schön weh, die sind da nicht besonders zimperlich, aber ich hatte das Gefühl, dass es mir gut tut. Zudem ist es einfach so extrem günstig. Ich habe für eine Stunde gerade einmal 5 Euro gezahlt. Natrülich gab es dann noch ein bisschen Trinkgeld. :-) Danach war ich dann wieder in unserem favourite Restaurant essen und bin zeitig ins Bett gegangen, da ich um 4:30 Uhr aufstehen musste, um am nächsten Morgen meinen Flug nach Kuala Lumpur zu catchen.

Eine echt coole Sache in Thailand ist die App "Grab". Damit kann man sich ein Taxi buchen, wie cool ist das denn. Die App sucht dir dann die Fahrer in der Umgebung und zeigt dir den ungefähren Preis für deine Strecke an, und dann kannst du das buchen. Wenn du bestätigt hast, siehst du ein Foto von deinem Fahrer und es wird alles getrackt. Total cool und einfach. Und auch dies ist echt günstig.

Ja, das war Bangkok Numero 2. Mal sehen, wann ich zum nächsten Mal dort sein werde. Ich bin auf jeden Fall nicht abgeneigt von der Stadt, aber langfristig müsste ich mich da auch nicht aufhalten. Dafür ist es mir zu groß und zu busy. ;-)  

 

* Ganz vergessen, von meinem ersten Abend zu erzählen. Ich war ziemlich kaputt, als ich in Bangkok angekommen bin. Die Strecke von Pattaya nach Bangkok an sich ist zwar echt nicht weit, aber es dauert eine Weile, bis man dann letzten Endes am Ziel ist. In Pattaya habe ich zuerst ein Motorbike Taxi genommen, was eins der krassesten Transportmittel ist, wie ich finde. Die nehmen einen mitsamt Gepäck - ich habe einen großen Backpack und einen kleineren Tagesrucksack - auf ihr Motorbike und quetschen sich durch jede kleine Lücke und finden irgendwie immer den schnellsten Weg. Mit meinem großen Backpack auf dem Rücken musste ich mich bei dem Anfahren immer richtig gut festhalten. Nach einer Weile gewöhnt man sich daran, aber am Anfang ist es etwas scary. An der Busstation in Pattaya musste ich dann noch ein wenig warten, bevor die ca. 3-stündige Fahrt dann losging.

Busstation Pattaya

In Bangkok wurden wir dann natürlich ziemlich außerhalb rausgelassen. Ich dachte das wäre in BKK nicht so das Problem und ich könnte einfach Bahn und Bus zu meinem Hostel nehmen. Mit der Bahn ist das auch kein Ding, das ist einfach. Mit dem Bus ist das allerdings eine andere Sache. Man weiß nicht einmal, wo die abfahren, geschweige denn wann. Nachdem ich ein paar Stationen mit der Bahn gefahren war, musste ich mit dem Bus weiterfahren. Ich habe ewig gesucht und an verschiedenen Plätzen an der Straße auf einen Bus gewartet. An einer Stelle habe ich dann auch einige andere warten sehen und habe zwei Mädels gefragt - allerdings ist es auch meistens nicht so hilfreich, da sie einem auch gerne irgendwas erzählen, statt zuzugeben, dass sie es selbst nicht wissen. Es hielten immer wieder Busse an, aber leider nicht meine Linie. Nach einer ganzen Weile hatte ich dann keine Lust mehr zu warten und ich hatte auch echt Hunger, daher habe ich mich für ein weiteres Motorbike Taxi entschieden, die eh schon in einer Tour angehalten sind, und mich mitnehmen wollten. Gegen frühen Abend war ich dann endlich bei meinem Hostel (ich bin morgens gegen 10:30 Uhr in Pattaya losgefahren). 

Nach dem Einchecken habe ich mich auf den Weg in die bekannte Khao San Road gemacht, um etwas zu Essen zu finden. Dort gibt es einige Stände an der Straße, welche Pad Thai (ein typisches Reisnudelgericht) anbieten, oder gegrillte Maiskolben o.Ä. Die Khao San Road ist eine Straße mit vielen Bars und Restaurants und voll von Touristen. Die Thailänder wollen alle etwas verkaufen und laufen mit ihren Bauchläden durch die Straße. Es gibt außerdem viele Massage Studios und es ist super laut, voll und hektisch. Nicht gerade der schönste Ort, um dort zu verweilen, wie ich finde, aber ganz lustig zu sehen. Habe es mir irgendwie ganz anders vorgestellt... Während meines ersten Bangkok Aufenthaltes bin ich da irgendwie nicht hingegangen, da es ziemlich weit von meinem Hostel entfernt war, und wir auch irgendwie andere Sachen um die Ohren hatten. Nun kann ich die Straße aber auch von der Liste abhaken, und kann nächstes Mal vielleicht nochmal einen anderen Teil der Stadt entdecken. Wer weiß. ;-)

Welcome to the Hostel Life Khao San Road

Hier noch ein Bild von dem typischen Hostelleben und meinem wunderschönen Hostelzimmer mit 14 Betten. ;-) Man gewöhnt sich an alles, hat mich gar nicht mehr so gestört. Die meiste Zeit ist man ja eh draußen.

Das rechte Foto ist vor der Khao San Road. Busy busy, wie ihr seht. ;-D

Thailand again -> Pattaya

Donnerstag, 18.01.2018

Okay. Fragt mich nicht, wie ich da gelandet bin. :D  Haken wir es ab als Ausrutscher und eine weitere Erfahrung.... hahahaha

 

Sieht vielleicht ganz schön aus auf dem Foto - aber der Schein trügt ein bisschen. ;-)

 

Gut, also ehrlich gesagt war mir der Ruf von Pattaya nicht bekannt und von Siem Reap aus mit dem Bus gab es wenige Destinationen nach Thailand. Entweder hätte ich direkt nach Bangkok fahren können, eben nach Pattaya oder auf eine der Inseln. Ich wollte die Zeit nutzen, um etwas zu planen und mein Visum für Neuseeland zu beantragen und Flüge zu buchen etc. Daher wollte ich einfach einen halbwegs "schönen" Ort, wo ich ein bisschen Ruhe habe, und zudem ein bisschen draußen umher wandern kann. Da schien mir Pattaya ganz passend, da es direkt an der Küste des Golfs von Thailand liegt. 

Dort angekommen, habe ich schnell gemerkt, dass in der Stadt eine ganz komische Atmosphäre herrscht. Mein Hostel war zwar ganz nett, aber die Leute waren alle ziemlich distanziert. Später bin ich dann etwas durch die Stadt gelaufen und haben am Strand regelrecht einen Schock bekommen. Es ist eine totale Touri Hochburg, der Strand stinkt, die ganze Bucht ist voll von Motorbooten, und dementsprechend "sauber" riecht es dort auch. Überall sind Pubs und Bars, wo sich dicke fette Touristen ihr Bier gönnen und wohlmöglich noch eine Portion Pommes dazu. Außerdem ist Prostitutuon in der Stadt groß geschrieben; daher sieht man die ganzen alten (!!!!!), dicken (!!!!!!), weißen Männer mit jungen Thai Girls. Das ist schon ziemlich abartig... Feiern gehen kann man auch sehr gut und für ein großes Bier (0,64 Liter) zahlt man vielleicht 1,20 bis 1,60 Euro. Im Supermarkt zahlt man genauso viel. 

Die ersten 3 Nächte hatte ich ein Hostel gebucht und die nächsten 4 Nächte hatte ich meine eigene kleine Wohnung über AirBnB. Ein sogenanntes "Condo" in einem Skyscraper. Es waren zwei große Hochhäuser nebeneinander mit Mietwohnungen, ziemlich gruselig eigentlich. Aber es war auch ganz schön, mal seinen eigenen Raum zu haben. Wir hatten sogar einen kleinen Fitness Raum im Haus und in dem anderen Haus gab es einen Infinity Pool auf der Dachterasse. Die Aussicht war ganz cool, aber so sehr gereizt hat mich der irgendwie auch nicht... Allgemein habe ich mich in der Stadt so disconnected gefühlt wie noch nie, aber auch die Erfahrung muss man einmal machen. Es war also nicht so schlimm, und ich konnte in Ruhe meine organisatorischen Dinge abhaken. Allerdings war ich dann auch froh, als es nach einer ganzen Woche (eine Woche kann ganz schön lang werden...) weiter nach Bangkok ging.

 

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